Hast Du das auch schon einmal erlebt?:
Am Vormittag Regen, gegen Mittag sind die Straßen endlich abgetrocknet und Du vertraust Deinem Ehegesponst an, dass Du jetzt eine Runde rollen wirst, worauf Deine Angetraute flötet:
"Ich freue mich ja so, dass Du nun doch noch eine schöne Runde skaten kannst, Liebling, aber denk' bitte dran, um halb drei sind wir bei Müllers (Name von der Redaktion geändert) zum Kaffee eingeladen."
"Na Klasse" denkst Du, "abzüglich der Zeit fürs Umziehen und Duschen bleiben Dir maximal eineinhalb Stunden zum Rollen."
Nun, hier hast Du eine Strecke, die mit ca. 23 km Länge gut in dieser Zeit zu schaffen ist.
Das Rennen beginnt am Parkplatz nördlich von Hohenfelde, unmittelbar an der See.
Das Aufwärmen kannst Du Dir fast schenken, denn gleich zu Anfang warten 1,3 km Steigung auf Dich. Oben angekommen, wendest Du Dich nach rechts oder Westen. Danach kannst Du erst einmal abschalten, denn es dürfte nicht allzu viel Aufmerksamkeit erfordern, einfach nur der Hauptstraße zu folgen.
Wenn Du linker Hand zwei der neumodischen Windmühlen bemerkst, dann empfiehlt es sich wieder aufzuwachen, denn Du must den nächsten Abzweig nach rechts oder Norden nehmen. Diese Straße (K 50) führt in Richtung Stakendorferstrand und dann weiter nach Schönbergerstrand.
In Schönbergerstrand biegst Du rechts in den Korshagener Redder ein. Auf der ersten Hälfte steht Dir ein schwer zumutbarer Fußweg zur Verfügung, danach darfst Du endlich auf der Straße rollen. Besonders gefährlich ist das wohl nicht, denn bisher habe ich bei den Autofahrern nur freundliche Rüchsichtnahme erlebt, aber auffällige Kleidung sollte hier eine Pflichtübung sein.
Kurz vor Holm gibt es eine Möglichkeit, Richtung Mittelstrad (rechts) abzubiegen. Folgst Du dem Schild, kommen die eingangs erwähnten 23 km zusammen. Ich würde allerdings empfehlen, die paar hundert Meter bis zu nächsten Kreuzung draufzulegen und erst dort rechts abzubiegen, denn die Strecke bis Mittelstrand ist nur dann zumutbar, wenn man mit extrem weichen Rollen unterwegs ist, ansonsten rüttelt es einen furchtbar durch.
Wie immer Du auch entscheidest, am Ende kommst Du an den Seedeich und damit zur Standpromenade. Sollte jetzt aus dem MP3-Player "Going Back West" tönen, dann traue diesen Einflüsterungen lieber nicht. "Ost" ist jetzt angesagt, und zwar bis Du die Fischerhütten erreicht hast. Hier erinnerst Du Dich bitte an Müllers Kaffee und verzichtest auf die Einkehr, sondern überquerst den Deich und rollst Richtung Süden vom Strand weg.
Über den Stakendorfer Weg gelangst Du wieder zur K 50, wo Du Dich natürlich links halten musst. Vorbei an den Windmühlen geht es nun schnurstracks zurück zum Parkplatz.
Viel Spaß dabei
Rainer
Letzte Aktualisierung: 01.10.2007