Wedel - Kreuzdeich
Der gesamte Abschnitt von Wedel bis zum Kreuzdeich ist ganz besonders für Anfänger oder solche Skater geeignet, die weder extrem lange Strecken laufen , noch sich die Fahrbahn mit Kfz aller Art teilen möchten. Abgesehen von einigen landwirtschaftlichen Nutzfahrzeugen, sind hier keinerlei Kfz zugelassen. Allerdings teilt Ihr Euch den Weg mit Fußgängern und Radfahrern aller Altersklassen. Gerade an schönen Tagen ist hier also der Bremsklotz das wichtigste Utensil. Keine Chance für Speeder. Der Parkplatz direkt beim Schneider-Gebäude ist groß genug, um dort fast immer einen Parkplatz finden zu können.
Als besonderen Service geben Euch gelbe Markierungen auf dem Weg Auskunft über die zurückgelegte Strecke. Die Zählung beginnt in Wedel an der Ecke Schulauer Straße / Deichstraße. Alle 100 m findet Ihr eine Markierung vor. Ihr könnt also ganz genau feststellen, wie weit Ihr gelaufen seid. Folgende Umkehrpunkte bieten sich an:
Fährmannssand (ca. 3 km)
Bis Fährmannssand gleitet Ihr auf einem wunderbar glatten Untergrund, so dass nur Fliegen schöner sein kann.
Hetlinger Schanze, erkennbar an den großen Strommasten (ca. 7,5 km)
Bis zur Hetlinger Schanze ist der Weg nicht mehr ganz ohne Wermutstropfen. Der Asphalt ist an einigen Stellen schon recht brüchig, läßt aber immer noch sehr flottes Skaten zu. Am Fuße des Strommastes gibt es sogar einen kleinen Sandstrand.
Das Tor bei Scholenfleth, da wo die Straße zum Yachthafen den Weg kreuzt (ca. 11,6 km)
Hinter der Hetlinger Schanze ist die Skaterwelt wieder in Ordnung. Der Weg ist wie neu.
Kreuzdeich (ca. 15 km)
Auf dem letzten Stück bis zum Kreuzdeich wird der Untergrund manchmal so rau, dass das Skaten keinen richtigen Spaß mehr macht. Vor allem Anfänger tun sich hier sehr schwer. Ich selbst laufe auf diesem Abschnitt eigentlich nur dann, wenn ich unbedingt die vollen 30 km abreißen oder über den Kreuzdeich hinaus Richtung Glückstadt weiterrollen will.
Wo Licht ist, gibt es bekanntlich auch Schatten, so auch am Deich. Sobald die Schafe zum Rasenmähen eingesetzt werden, hinterlassen sie Minen in rauen Mengen auf dem Weg und selbst wenn sie es mal gerade nicht tun, verschmutzen die wenigen Trecker, die hier fahren, gelegentlich bestimmte kurze Abschnitte so sehr, dass man dort kaum noch rollen kann.
Mein Lieblingsfeind ist der Wind. Besonders im Herbst sind 7 Windstärken keine Seltenheit, so dass es sich lohnen kann, auf die Windrichtung zu achten, um den Rückweg mit Rückenwind laufen zu können. Die oben genannten Umkehrpunkte sind alle mit dem Auto erreichbar.
Skaten kann man nur auf der elbabgewandten Deichseite. Direkt am Wasser gibt es zwar auch einen Weg, der ist aber so schlecht gepflastert, daß dort nur Fakirlehrlinge skaten würden. Wer dennoch gelegentlich die Elbe sehen möchte, findet reichlich Gelegenheit auf die Deichkrone zu rollen, denn an etlichen Stellen führt ein asphaltierter Weg über den Deich hinweg ans Wasser.
Bei der Wahl einer Strecke für einen kleinen Skate am Wochenende scheinen diese wenigen Nachteile nicht den Ausschlag zu geben, denn ich habe noch kein Wochenende erlebt, an dem hier bei gutem Wetter nicht zahlreiche Skater unterwegs gewesen wären.
Letzte Aktualisierung: 07.04.2007